Quickstart Sachsen+ – Studienabbruch und weiter

Zwischenbilanztagung des sächsischen Leuchtturmprojektes Quickstart Sachsen+ am 18.05.2022

Das Leuchtturmprojekt Quickstart Sachsen+ setzt im Rahmen der Initiative Bildungsketten seine Arbeit rund um die Gewinnung von Studienabbrecherinnen und Studienabbrechern für die berufliche Bildung fort.

In der aktuellen Projektphase stehen folgende Themenschwerpunkte im Fokus:

  • Aufbau eines Übergangsmanagements mit speziellen Beratungs- und Coaching-Angeboten für Studienabbrecherinnen und Studienabbrecher mit psychischen Belastungen und einem besonders hohen Orientierungs- und Beratungsbedarf,
  • die Entwicklung, Erprobung und Umsetzung von Maßnahmen zur Überführung internationaler Studienabbrecherinnen und Studienabbrecher in eine betriebliche Ausbildung in Sachsen und
  • die Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen des Freistaates Sachsen im Bereich des Arbeitgebermarketings (Employer Branding).

Die ersten Ergebnisse unserer Arbeit möchten wir gern mit Ihnen teilen und gemeinsam einen intensiven Erfahrungsaustausch gestalten. Hierfür wollen wir Sie am Dialog von Wissenschaft und Praxis teilhaben lassen und mit Ihnen in Workshops konkret zu unseren Themenschwerpunkten arbeiten.

Wann: 18.05.2022, 10:00 – 16:00 Uhr, Check-in ab 9:30 Uhr, Termin herunterladen

Ort: Alte Mensa, Technische Universität Bergakademie Freiberg, Petersstraße 5, 09599 Freiberg

Hinweis: Sie können virtuell am Vormittagsprogramm (10-12.30 Uhr) und am Workshop 1 teilnehmen.
Den Link erhalten Sie rechtzeitig vor Tagungsbeginn per Mail.

Anmeldung

Die Anmeldung ist geschlossen. Falls Sie sich noch nachmelden wollen schreiben Sie uns bitte eine e-Mail an studienabbruch-und-weiter@tu-freiberg.de. Bitte geben Sie uns dazu folgende Angaben:

Name, Institution, e-Mail-Adresse, virtuelle Teilnahme oder Präsenz, Teilnahme an welchem Workshop?, veganes oder vegetarisches Catering?

Übernachtung

Hotels finden Sie über die Seite der Stadt Freiberg.

Anreise und Parken

Anreise mit der Bahn:

Der Bahnhof Freiberg ist mit dem Regional- und Fernverkehr (RB, RE) aus Richtung Dresden und Chemnitz und aus Richtung Holzhau angebunden. Hier verkehren Züge etwa im halbstündigen Takt. Der Bahnhof befindet sich außerhalb der Innenstadt, zu Fuß erreichen Sie den Veranstaltungsort in ca. 15 Minuten.

Anreise mit dem Auto:

  • Anreise über die Autobahn von Frankfurt, München, Berlin, Dresden, Leipzig, Chemnitz:
    Autobahn A4 – Ausfahrt Siebenlehn – B 101 Richtung Freiberg.
  • Bundesstraßen:
    B 173 Dresden – Freiberg – Chemnitz
    B 101 Nossen – Freiberg – Annaberg-Buchholz

In der Nähe des Veranstaltungsortes liegt das Parkhaus Altstadt, Schillerstraße 4 (gebührenpflichtig, 226 Stellplätze).

Weitere Informationen zu den Parkmöglichkeiten finden Sie hier.

Programm

Das Programm können Sie hier auch herunterladen.

UhrzeitInhalte
09:30Check-in
10:00 – 11:15• Eröffnung und Projektvorstellung
Dr. Theresa Wand, TU Bergakademie Freiberg, Koordinatorin Quickstart Sachsen+
• Keynote 1: Psychische Belastung bei Studierenden: Hintergründe und Perspektiven
Benjamin Strohm, Psychotherapeutische Beratungsstelle, Johannes Gutenberg Universität Mainz
Katja Böhme, Agentur für Arbeit Leipzig
• Keynote 2: Zwischen Vision und Wirklichkeit: Was Arbeitgebermarken wirklich erfolgreich macht
Franziska Böhler, Blackpoint Consulting, Dresden
11:15 – 11:30Pause
11:30 – 12:30
Podiumsgespräch: Internationale Studienabbrecherinnen und Studienabbrecher für die berufliche Ausbildung gewinnen
• Ottow Geissler Pinaibi Yermia Dowansiba, Auszubildender bei Ploucquet GmbH Zittau
• Kristin Kocksch, Welcome Center Erzgebirge
• Karsten Schulze, Geschäftsführer der FDTech GmbH Chemnitz
• Christin Hiebner (Moderation), Universität Leipzig, Projekt Quickstart Sachsen+
12:30 – 13:15
Mittagspause
13:15 – 15:15
Parallele Workshops
• Workshop 1: Workshop zum Beratungsinstrumentarium für Studienabbrecherinnen und Studienabbrecher mit psychischen Belastungen und einem besonders hohen Orientierungs- und Beratungsbedarf
• Workshop 2: Der Weg internationaler Studierender in eine duale Ausbildung in Deutschland
• Workshop 3: Zukunft als attraktiver Arbeitgeber – Neue Talente rekrutieren. Studienabbrecherinnen und Studienabbrecher in den Blick nehmen
15:15 – 15:30
Pause
15:30 – 16:00
Abschlussrunde: Erkenntnisse und Berichte aus den Workshops

Parallele Workshops, 13:15–15:15 Uhr

Workshop 1: Workshop zum Beratungsinstrumentarium für Studienabbrecherinnen und Studienabbrecher mit psychischen Belastungen und einem besonders hohen Orientierungs- und Beratungsbedarf

Die Beratung von Studienabbrecherinnen und Studienabbrechern mit psychischen Belastungen und einem besonders hohen Orientierungs- und Beratungsbedarf stellt aufgrund der Individualität und Komplexität der Situation eine Herausforderung für Beratende dar. Das in Quickstart Sachsen+ entwickelte Beratungsinstrumentarium unterstützt die Beratenden neben einer Einführung in die Beratung der speziellen Zielgruppe mit einem modularen Coaching-Programm und konkreten Tipps und Tools.

Workshopinhalte:

  • Vorstellung des Beratungs- und Coachinginstrumentariums:
    Sandy Mann, KOWA Leipzig und Dr. Kristina Wopat, TU Bergakademie Freiberg, Projekt Quickstart Sachsen+
  • Aus der Praxis für die Praxis: Beratende, die die Handreichung zu Beginn des Jahres 2022 pilotierten, teilen ihre Erfahrungen zum Gebrauch und Nutzen des Tools.
  • Perspektivwechsel: Katja Böhme, Agentur für Arbeit Leipzig
  • Austausch: Diskussion mit den Workshopteilnehmenden

Hinweis:

Der Workshop wird hybrid angeboten. Bitte melden Sie sich für die Teilnahme vor Ort oder im virtuellen Format an.

Zielgruppe:

Beratende, die Studienzweiflerinnen und Studienzweifler und Studienabbrecherinnen und Studienabbrecher beraten oder Konzepte für die Beratung entwickeln.

Workshop 2: Der Weg internationaler Studierender in eine duale Ausbildung in Deutschland

Laut Schätzungen des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) bricht knapp die Hälfte der internationalen Bachelorstudierenden ihr Studium ab. Der weitere Verbleib in Deutschland durch die Vermittlung in eine Ausbildung ist aufgrund des Fachkräftemangels daher eine wünschenswerte Situation für den angespannten Arbeitsmarkt. Jedoch sind Internationals im Vergleich zu deutschen Studierenden mit besonderen Herausforderungen konfrontiert – z.B. sprachlich, rechtlich oder finanziell.

Workshopinhalte:

  • Determinanten des Studienerfolges und Studienabbruch internationaler Studierender – Kernbefunde des SeSaBa-Projektes,
    Jan Kercher, DAAD und Dr. Julia Zimmermann, Fernuniversität Hagen
  • Aus der Praxis für die Praxis: Von der Exmatrikulation in die Ausbildung – Fallbeispiele internationaler Studierender
    • Jörg Bienert, Hochschule Zittau/Görlitz, Projekt Quickstart Sachsen+
    • Steve Richter, TU Bergakademie Freiberg, Projekt Quickstart Sachsen+
    • Ottow Geissler Pinaibi Yermia Dowansiba, Auszubildender bei Ploucquet GmbH,
    • Antje Pfeifer, Fachinformationszentrum Chemnitz
  • Austausch: Wie gelingt die Verweisberatung und wie kann der Idealweg in eine Ausbildung für internationale Studienabbrecherinnen und –abbrecher gestaltet werden?

 Zielgruppe:

Kontaktstellen zu internationalen Studierenden, Welcome Center, Wirtschaftsförderungen, Kammern, Fachkräfteallianzen, Ausländerbehörden, Internationale Zentren der Hochschulen, ZeFAS

Workshop 3: Zukunft als attraktiver Arbeitgeber – Neue Talente rekrutieren Studienabbrecherinnen und Studienabbrecher in den Blick nehmen

In Sachsen bleibt aktuell fast jede zweite freie Stelle langfristig unbesetzt. Studienabbrecherinnen und Studienabbrecher bilden ein wertvolles Potential für regionale Arbeitgeber bei der Personalsuche. Den Nachwuchs gut auszubilden, geeignete und engagierte Mitarbeitende zu gewinnen und zu halten, ist für nahezu jedes Unternehmen entscheidend für eine erfolgreiche wirtschaftliche Zukunft. Wie gelingt das und wie wichtig ist Employer Branding dafür?

Workshopinhalte:

  • Wie weit ist Employer Branding in kleinen und mittleren Unternehmen in Sachsen etabliert?Vorstellung der Ergebnisse einer Umfrage unter kleinen und mittleren Unternehmen in Sachsen zum Thema Arbeitgebermarke (136 beteiligte Unternehmen, Laufzeit bis 10.04.2022).
    Antje Clausnitzer, TU Bergakademie Freiberg und Melanie Eulitz, HTWK Leipzig, Projekt Quickstart Sachsen+
  • Aus der Praxis für die Praxis:
    • Potentiale von Employer Branding für die Personalgewinnung: Womit punkten bei jungen Talenten? (Referentin/Referent angefragt)
    • Auf dem Weg zum attraktiven Arbeitgeber: Gute Anreize zur Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen
      Cornell Zerbe, IHK Mittelsachsen, Projekt Arbeitgeberattraktivität
    • Studienabbrecherinnen und Studienabbrecher gezielt ansprechen: Möglichkeiten zur Sichtbarkeit für Unternehmen an sächsischen Hochschulen
      Marc Stoll, TU Chemnitz, Career Center, Projekt Quickstart Sachsen+
  • Austausch und gemeinsame Diskussion: Wie gelingt es kleinen und mittleren Unternehmen attraktiv für Studienabbrecherinnen und Studienabbrecher zu sein?

Zielgruppe:

Unternehmensnetzwerke, Wirtschaftsförderungen, Kammern, Organisationen und Projekte, die mit kleinen und mittleren Unternehmen zusammenarbeiten – z. Bsp. im Bereich Fachkräftesicherung – sowie alle Interessierten am Thema Arbeitgeberattraktivität, ZeFAS