„Studienabbruch: Vernetzung – Forschung – gute Hochschulpraxis“

Abschlusstagung des sächsischen Leuchtturmprojektes Quickstart Sachsen

Studienabbruch ist nach wie vor gesamtgesellschaftlich und hochschulpolitisch ein wichtiges Thema. Quickstart Sachsen vernetzt als Leuchtturmprojekt neun sächsische Hochschulen, die Agenturen für Arbeit, die Kammern und verschiedene Beratungsstellen, um Studienabbrecher*innen zu unterstützen und ihnen Wege in die berufliche Ausbildung zu zeigen.

Die Abschlusstagung widmet sich im ersten Teil am 15.10.2020 den erreichten Projektzielen, die anhand verschiedener Best-Practice-Beispiele der Hochschulstandorte vorgestellt werden. Neben der Vernetzung und Qualifizierung regionaler Beratungsstrukturen, adressieren diese Best-Practice-Ansätze vor allem die Identifizierung, Ansprache und Information von Studienabbrecher*innen. Ebenso werden Aktivitäten zur Sensibilisierung von Unternehmen beleuchtet und  Maßnahmen präsentiert, wie Studienabbruch enttabuisiert werden kann.

Dr. Ulrich Heublein, der am Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) im Bereich Studienerfolg und Studienabbruch forscht, rahmt die Tagung mit einem eröffnenden Beitrag. Zudem kommentiert Dr. Heublein die vorgestellten Best-Practice-Beispiele mit wissenschaftlichen Befunden und aus seinen Studien gewonnenen Erkenntnissen.

Am 16.10.2020, im zweiten Teil der Tagung, werden verschiedene Workshops angeboten, um die Themenfelder zu vertiefen und weitere Möglichkeiten zu Vernetzung und Austausch zu schaffen.

Ort: Sie können sowohl an beiden Tagen wie auch an nur einem der beiden Tage teilnehmen

Hinweis: Die Anmeldung kann sowohl nur für einen Tag, wie auch für beide Tage erfolgen.

Download: Sie können das vollständige Programm hier herunterladen.

Programm

Teil 1 – Donnerstag, 15.10.2020 | 9.30-12.00 Uhr | 

  • Einführung
  • Unsere Reise durch  Sachsen  –  Die Best-Practices der Hochschulen

TU Chemnitz – Online Wegweiser für Studienzweifler

HTWK Leipzig und Universität Leipzig – FuckUp Night Leipzig student edition: Ein Livestream mit persönlichen Geschichten zum Thema Studienabbruch

TU Dresden – Entwicklung von Infoblättern als Beilage zu Bescheiden des Immatrikulationsamtes sowie der Prüfungsämter

HTW Dresden – Arbeitstreffen „Mittelstandstreff Bau“: Multiplikatoren aus der freien Wirtschaft, Bereich Baugewerbe zur Vernetzung, Sensibilisierung und Erfahrungsaustausch

Hochschule Zittau Görlitz – Informationsveranstaltung „Wie weiter nach dem Studium?“

Westsächsische Hochschule Zwickau – Regionale Vernetzung zum Thema Studienabbruch und Studienzweifel in der Region Zwickau: UAG Studienabbruch

Hochschule Mittweida – Initiierung und Etablierung der AG Beratung an der Hochschule Mittweida

TU Bergakademie Freiberg – Workshop mit dem Studentenrat der TU Bergakademie Freiberg und den Fachschaftsräten der Fakultäten

  • Wissenschaftlicher  Input durch Dr. Ulrich Heublein (DZHW)

Teil 2 – Freitag, 16.10.2020 | 10.00–11.30 Uhr & 12.00–13.00 Uhr | Parallele Workshops zur Vertiefung der Themen

  • 10.00 – 11.30 Uhr:

Workshop 1: Quickstart Clearing Tool – Einstieg in die Beratung von Studienzweifler*innen und Studienabbrecher*innen unter Beachtung persönlicher und äußerer Einflussfaktoren

Im virtuellen Workshop wird Beratenden vermittelt, wie sie mit Hilfe des Quickstart Clearing Tools zu Beginn einer Beratung systematisch die Ist-Situation der Ratsuchenden analysieren können und darauf aufbauend weiterführende Unterstützungsmaßnahmen planen. Das Clearing-Tool erleichtert Beratenden den unvoreingenommenen Blick auf die Komplexität der Situation der Studierenden. Die Ratsuchenden gewinnen mit Hilfe des Tools Distanz zur eigenen Situation und wertvolle Selbsterkenntnisse. Der Workshop richtet sich an Berater*innen von Studienzweifler*innen und Studienabbrecher*innen innerhalb und außerhalb der Hochschulen.

Referentin: Dr. Theresa Wand, Koordinatorin des Projektes Quickstart Sachsen, TU Bergakademie Freiberg

Workshop 2: Die kollegiale Fallberatung: eine Methode und ihre praktischen Einsatzmöglichkeiten

Im Verbundprojekt Quickstart Sachsen bildet der Wissensaustausch zwischen den Hochschulen einen Schwerpunkt der Arbeit. Eine Möglichkeit zum kollegialen Lernen mit- und voneinander stellt die Methode der kollegialen Fallberatung dar, die auf der Arbeitsebene einen direkten und hierachiefreien Erfahrungsaustausch ermöglicht. Anhand eines festen Ablaufplans und de nierter Rollen (u.a. Fallgeber*in, Moderator*in, Beratungsteam) können Fragen strukturiert bearbeitet und gemeinsam an möglichen Antworten gearbeitet werden. Die kollegiale Fallberatung möchte so einen Zugang auch zu nicht-explizitem Wissen eröffnen und so allen Teilnehmenden einen Wissensgewinn ermöglichen. Der Workshop hat einen Austausch über die Bedarfe und Vorraussetzungen des kollegialen Lernens zum Ziel. Weiterhin wird die Methode der kollegialen Beratung und ihr Einsatz in der Praxis vorgestellt sowie die kollegiale Fallberatung erprobt.

Referentin: Franziska Lorz, wissenschaftliche Mitarbeiterin für das Leuchtturmprojekt Quickstart Sachsen an der Westsächsischen Hochschule Zwickau

 

  • 12.00 – 13.00 Uhr

Workshop 3: Unterstützung von KMU bei der Gewinnung von Studienabbrecher*innen als Auszubildende

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) benötigen Unterstützung bei der Positionierung als attraktive Ausbildungsbetriebe für die Zielgruppe Studienabbrecher*innen. Dieser Workshop gibt einen Einblick in die Arbeit mit KMU und zeigt Berater*innen und Multiplikator*innen Möglichkeiten und Hindernisse bei der Arbeit mit den Unternehmen auf. Zielgruppen des Workshops sind Beratende der Kammern, Career Services und der Agenturen für Arbeit.

Referentin: Anja Kobelt, Unternehmenskoordinatorin des JOBSTARTER plus Projektes Plan B(eruf) der KOWA Leipzig

Workshop 4: Öffentlichkeitsarbeit für Beratungsnetzwerke: sichtbar werden und bleiben

Beratungslandschaften und deren Unterstützungsangebote für Studienzweifelnde und Studienabbrecher* innen sind vielfältig – an den Hochschulen selbst, aber auch außerhalb. Der Bekanntheitsgrad bei Studierenden ist jedoch meistens gering. Im Workshop werden Erfolgsfaktoren zur Steigerung der Bekanntheit durch eine zielgerichtete Öffentlichkeitsarbeit für Beratungsnetzwerke anhand von Praxisbeispielen besprochen.

Referentinnen: Jane Dietrich-Schendel, wissenschaftliche Mitarbeiterin für das Leuchtturmprojekt Quickstart Sachsen an der Hochschule Mittweida
Antje Clausnitzer, Projektkoordinatorin für Quickstart Sachsen an der TU Bergakademie Freiberg

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